{"id":1812,"date":"2011-12-09T06:11:19","date_gmt":"2011-12-09T06:11:19","guid":{"rendered":"http:\/\/davidfenech.fr\/wp\/?p=1812"},"modified":"2019-12-27T08:17:15","modified_gmt":"2019-12-27T08:17:15","slug":"luc-ferrari-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/2011\/12\/09\/luc-ferrari-jetzt\/","title":{"rendered":"Luc Ferrari &#8211; Jetzt (remix)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1822 alignnone\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Jetzt\" src=\"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Jetzt.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" srcset=\"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Jetzt.jpg 450w, https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Jetzt-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>Luc Ferrari &#8211; Jetzt<br \/>\nrelease date : 2011<br \/>\nlabel : <a href=\"http:\/\/www.wergo.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wergo<\/a><br \/>\nCollection : ZKM MIlestones<br \/>\nFormat : triple CD, 76-page booklet<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>JETZT<br \/>\noder wahrscheinlich ist dies mein Alltag<br \/>\nin der Verwirrung der Orte und der Augenblicke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 1981\/1982 the French composer Luc Ferrari produced the radio play \u201cJetzt \u2013 oder wahrscheinlich ist dies mein Alltag, in der Verwirrung der Orte und der Augenblicke\u201d [\u201cNOW \u2013 or Probably This Is My Everyday Life in the Confusion of Places and Moments\u201d] with the Hessischer Rundfunk. Like other earlier radio plays of Ferrari, \u201cJETZT\u201d as \u201cradio play on the radio play\u201d is a special case between music, radiophonic art and narrative radio play.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">The dialogues between Luc Ferrari and his wife Brunhild Ferrari, between German and French, between the places of origin of the used recordings as well as the different process stages of the radio play are unique and characteristic. Ferrari recorded everything live on tape \u2013 his arrival at the airport of Frankfurt, the setting up of the microphone, the conversations about how to proceed and about the content of the radio play \u2013 and interwove everything with recordings of the musical quartet Vivant Quartet de Narbonne. The autobiographical traces are artistically, playfully and cleverly interspersed with profound philosophical questions.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In its series ZKM milestones, the ZKM Institute for Music and Acoustics is publishing Ferrari\u2019s radio play \u201cJETZT\u201d at WERGO in full on CD for the first time. The accompanying CD of materials includes audio documents that shed light on his artistic work in very different ways: The excerpts from a lecture by Luc Ferrari on his view of the radio play constitute a presentation resembling a radio play. \u201cFerrari (r)\u00e9cout\u00e9\u201d, a competition organized by the ZKM in cooperation with hr2-kultur, presents new works based on the \u201cJETZT\u201d materials by Tiziana Bertoncini, Antje Vo\u00adwinckel, Frank Niehusmann, David Fenech, and Neele H\u00fclcker.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tracklisting :<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CD1.<br \/>\n01. G\u00e9n\u00e9rique<br \/>\n02. Pr\u00e9ludes (A\u00e9roport)<br \/>\n03. Presque rien<br \/>\n04. La gare<br \/>\n05. L&#8217;Ane d&#8217;or<br \/>\n06. Jeu des interviews<br \/>\n07. Promenade symphonique<br \/>\n08. La chanson de la for\u00eat<\/p>\n<p>CD2.<br \/>\n01. Interview n1 (Henry)<br \/>\n02. La Cantine<br \/>\n03. La folie<br \/>\n04. C&#8217;est la fin<\/p>\n<p>CD3.<br \/>\n01. Tiziana Bertoncini &#8211; Nur sand<br \/>\n02. Antje Vowinckel &#8211; Ferrari entre<br \/>\n03. Frank Niehusmann &#8211; Scuderia Ferrari auf der Allee der Kosmonauten<br \/>\n04. <a href=\"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/DavidFenech_Jetzt_Melodies.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">David Fenech &#8211; Jetzt Melodies<\/a><br \/>\n05. Neele H\u00fclcker &#8211; Mon petit Jetzt<br \/>\n06. Zur Gattung Horspiel<br \/>\n07. Kommentar zu JETZT<br \/>\n08. Uber unbergrentze Zeit<\/p>\n<p><strong>composers<\/strong> :<\/p>\n<ul>\n<li>Luc Ferrari<\/li>\n<li>Frank Niehusmann<\/li>\n<li>Tiziana Bertoncini<\/li>\n<li>David Fenech<\/li>\n<li>Neele H\u00fclcker<\/li>\n<li>Antje Vowinckel<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong> interpreters<\/strong> :<\/p>\n<ul>\n<li>Brunhild Ferrari<\/li>\n<li>Vivant Quartet de Narbonne<br \/>\n(Richard Breton: guitar, Jules Calmettes: flute and saxophone, Henry Four\u00e8s: piano and composer, Alain Joule: percussion)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>booklet writers<\/strong> :<\/p>\n<ul>\n<li>Hermann Naber<\/li>\n<li>Ludger Bruemmer<\/li>\n<li>Rudolf Frisius<\/li>\n<li>Julia Gerlach<\/li>\n<\/ul>\n<p><iframe style=\"width: 120px; height: 240px;\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=FR&amp;source=ss&amp;ref=ss_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=davidfpresent-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=FR&amp;placement=B006H4GPOI&amp;asins=B006H4GPOI&amp;linkId=GZVTBR7SPW7VAFWL&amp;show_border=true&amp;link_opens_in_new_window=true\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><br \/>\n<\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Reihe &#8220;ZKM milestones&#8221; erscheint bei Wergo eines der zentralen H\u00f6rst\u00fccke des franz\u00f6sischen Komponisten Luc Ferrari in einer vorbildlichen 3-CD-Edition.\u00a0Um es vorweg zu nehmen: Diese von Wergo ver\u00f6ffentlichte, in jeglicher Hinsicht vorbildliche und exzellente CD-Edition ist eine sehr spezielle Angelegenheit. Sie richtet sich vor allem an H\u00f6rer, die sich f\u00fcr das experimentelle H\u00f6rspiele begeistern, wie es unter dem Begriff der \u201aakustischen Kunst\u2018 seit einigen Jahrzehnten zumeist von den Rundfunkanstalten der ARD produziert wird. Konkreter Gegenstand ist eine Arbeit des Franzosen Luc Ferrari (1929\u20132005), die bei der ersten Begegnung genauso sperrig erscheinen mag wie ihr langer Titel: &#8216;JETZT \u2013 oder wahrscheinlich ist dies mein Alltag, in der Verwirrung der Orte und der Augenblicke&#8217;. Ferraris musikhistorischer Standort ist insofern bedeutsam, als der Komponist vor allem \u2013 aber nicht ausschlie\u00dflich \u2013 in den zwischen 1967 und 1989 entstandenen St\u00fccken seiner \u201aPresque rien\u2018-Reihe eine betont anti-elit\u00e4re Avantgardemusik anstrebte: eine Musik, zu deren Entstehung auch der musikalisch ungebildete Dilettant durch Zugriff auf das jedermann zug\u00e4ngliche Produktionsmittel Tonband beitragen sollte, indem er \u2013 analog zur zeitgleich aufkommenden Polaroid-Fotografie \u2013 akustische \u201aSchnappsch\u00fcsse\u2018 aus Alltag und Lebenswelt sammelte.<br \/>\nWie andere H\u00f6rst\u00fccke Ferraris aus dieser Zeit wendet sich auch die 1981\/82 beim Hessischen Rundfunk produzierte Arbeit &#8216;JETZT&#8217; in diese Richtung; dabei \u00fcberschreitet sie jedoch die einfache Dokumentation der Kl\u00e4nge von Orten und Situationen, indem sie ganz bewusst die Genregrenzen negiert und sich permanent zwischen Musik, radiophoner Kunst, narrativem H\u00f6rspiel und dokumentarischem Mitschnitt bewegt. Ferrari ist hier nicht nur Chronist des allt\u00e4glichen Geschehens, sondern er tritt zugleich in einen artifiziellen Diskurs ein, der es dem H\u00f6rer erlaubt, einer k\u00fcnstlerisch artikulierten Reflexion \u00fcber Bedingungen und Prozesse der Entstehung von Kunst \u2013 ihr Scheitern inbegriffen \u2013 im Alltag des K\u00fcnstlers beizuwohnen. Von Anfang an schnitt Ferrari alles auf Tonband mit: seine Ankunft am Frankfurter Flughafen, die Einrichtung des Mikrophons, die Gespr\u00e4che \u00fcber Vorgehensweise und Inhalte des geplanten H\u00f6rspiels sowie die mit seiner Ehefrau Brunhild Ferrari in deutscher und franz\u00f6sischer Sprache gef\u00fchrten Diskussionen, und verwob diese Elemente mit musikalischen Einspielungen des Quartetts Vivant Quartet de Narbonne. Entstanden ist dabei eine gleichsam aufgebrochene Geschichte: eine kunstvolle Montage aus Klangmaterial unterschiedlichster Herkunft, die sich zu einem bisweilen verwirrenden, immer aber assoziationsreichen Geflecht f\u00fcgt, in das auf spielerische Weise autobiografische Spuren und philosophische Fragestellungen eingeflochten sind.<br \/>\nDie in der Reihe \u201aZKM milestones\u2018 erschienene Ver\u00f6ffentlichung macht Ferraris Arbeit erstmals in ihrer ganzen L\u00e4nge von knapp 124 Minuten verf\u00fcgbar. Zugleich f\u00fcgt sie dem St\u00fcck im \u00fcppig ausgestatteten und reich bebilderten 76-seitigen Booklet eine kommentierende Schicht aus hochwertigen Essays hinzu, die sich \u2013 von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher k\u00fcnstlerischer und wissenschaftlicher Provenienz (Ludger Br\u00fcmmer, Rudolf Frisius, Julia Gerlach und Hermann Naber) verfasst \u2013 sich dem H\u00f6rst\u00fcck aus unterschiedlichen Perspektiven n\u00e4hern. Dar\u00fcber hinaus beinhaltet die Edition eine zweigeteilte Material-CD mit k\u00fcnstlerischen Kommentaren zu Ferraris &#8216;JETZT&#8217;: Da sind einerseits Ausschnitte aus einem 2000 gehaltenen Vortrag des Komponisten \u00fcber seine Auffassung vom H\u00f6rspiel, die eine weitere reflexive Ebene zur eigenen k\u00fcnstlerischen Arbeit bieten; da sind aber auch \u2013 vom ZKM in Kooperation mit hr2-kultur 2011 \u00fcber die Ausschreibung \u201aFerrari (r)\u00e9cout\u00e9\u2018 angeregt \u2013 neue, aus dem urspr\u00fcnglichen &#8216;JETZT&#8217;-Material gefertigte radiophone Kompositionen von Tiziana Bertoncini, Antje Vowinckel, Frank Niehusmann, David Fenech und Neele H\u00fclcker, die sehr unterschiedliche Wege aufzeigen, wie eine j\u00fcngere Generation sich den Klangbausteinen Ferraris n\u00e4hert und sie wiederum, unter Verwendung v\u00f6llig andere Verfahren, zu akustischer Kunst formt.<\/p>\n<p><strong>Stefan Drees, Klassik.com , March 2012 ( <a href=\"http:\/\/magazin.klassik.com\/reviews\/reviews.cfm?TASK=REVIEW&amp;RECID=21734&amp;REID=13266\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">link<\/a> )<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Triple CD on Wergo around the Jetzt piece by Luc Ferrari. CD1 and CD2 include \u201cJETZT\u201d as \u201cradio play on the radio play\u201d, a special case between music, radiophonic art and narrative radio play. CD3 includes new works based on the Jetzt materials by Tiziana Bertoncini, Antje Vo\u00adwinckel, Frank Niehusmann, David Fenech, and Neele H\u00fclcker. Interviews of Luc Ferrari are also included + a 76 page booklet. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1821,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_sitemap_exclude":false,"_sitemap_priority":"","_sitemap_frequency":"","footnotes":""},"categories":[783],"tags":[779,1015,1009,1010,1006,1014,1017,1016,790,1023,1013,1020,792,1018,1008,244,1012,1019,1024,1007,1011,1021,1022],"class_list":["post-1812","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-remixes","tag-779","tag-alain-joule","tag-antje-vowinckel","tag-brunhild-ferrari","tag-frank-niehusmann","tag-henry-foures","tag-hermann-naber","tag-hessischer-rundfunk","tag-horspiel","tag-hr2-kultur","tag-jules-calmettes","tag-julia-gerlach","tag-luc-ferrari","tag-ludger-bruemmer","tag-neele-hulcker","tag-remix","tag-richard-breton","tag-rudolf-frisius","tag-swr2","tag-tiziana-bertoncini","tag-vivant-quartet-de-narbonne","tag-wergo","tag-zkm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1812"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1812\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/davidfenech.fr\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}